Küchenstudio: Teatime

Dezember 4th, 2011

Kleine Nettigkeit aus dem Adventskalender:

Teeblüte ...
“Teekunst in Vollendung - das Erwachen der Blüten”

Ich sag mal: phänomenal anzuschauen, eher laff im Geschmack …

Absteigen

August 15th, 2009

Es hatte sich eigentlich schon gestern entschieden: obwohl noch alles fit (auch die Zehen), fehlte so langsam die Motivation. Das Wetter entwickelte sich auch dubios… Heute Morgen war alles Wolken verhangen und zu allem Überfluss stellte ich fest, dass ich wohl gestern meine Sonnenbrille am Lago Barone liegen gelassen hatte. (Ein paar Socken habe ich übrigens noch auf irgendeiner Hütte verloren.)
Um 10 hatte ich die Brille wieder und war Abmarsch bereit - Stunden zu spät für eine Tour, was aber sowieso nicht mehr zur Debatte stand. Zudem war es schwül wie es auf 2200m schwül sein kann und die Wolken türmten sich schon.
Nach unten wurde es tatsächlich kühler und es machte Spaß zügigen Schritts der jungen Verzasca mit jedem Zufluss beim wachsen zuzusehen. 


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Bei etwa 1400 m
In vielen Stromschnellen und mancher grandiosen Kaskade stürmt das Wasser talwärts.


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Unterwegs traf ich noch diese friedliche Schlange:


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Über Fahrwege, dann Straßen lief ich, vorbei an kleinen Weilern und plötzlich hinein nach Sonogno - dem letzten Vorposten der Zivilisation, die sich in Eis- und Souvenirverkauf manifestiert. Welch ein Kulturschock! Noch schneller bin ich wieder raus. Aber das Laufen auf der Straße macht keinen Spaß und es nimmt mich auch niemand mit.
Im nächsten Ort setze ich mich in den Postbus und fahre bis Lavertezzo, dem Ort mit der vielleicht malerischsten Brücke des ganzen Tessins und der besten Badestelle an der Verzasca. Praktischerweise hält der Bus exakt dort um eine weitere Ladung Touristen den schon anwesenden Massen zuzuführen. Das ist zu viel für mich und ich flüchte erstmal in ein kleines (leeres) Lokal und labe mich an einer tessiner Käseplatte und 2 Bier.
Etwas milder gestimmt begutachte ich dann doch die Attraktionen und mache mich auf Schlafplatzsuche. Etwas unterhalb des Ortes und abseits des Weges werde ich bei einer kleinen Sandbank an der Verzasca auch fündig.


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Lieber Moritz, das ist übrigens die Stelle, an der ich schon gebadet und mich gewaschen habe. Ich komme also nicht ganz so dreckig nach Hause wie du befürchtet hast…


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Cognora -> Barone

August 15th, 2009


Die vierte Etappe ist im Moment eigentlich gesperrt wegen eines aktuellen Felssturzes. Der Hüttenwirt der Campo Tencia war (auf den Weg zu seiner Hütte) auch hier und meinte, es würde schon gehen.


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Tatsächlich scheint das auf der Strecke nichts Ungewöhnliches zu sein. Ich kam im weiteren Verlauf noch zu einem zweiten, der etwas unangenehm über abschüssige, Schutt bedeckte Bänder zu traversieren war.


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Außer ein paar interessanten Pflänzchen, nämlich dem Insubrischen Enzian (G. insubrica, dunkel violett) und dem m.W. für diese Ecke des Tessins noch gar nicht beschriebenen Blassgelben Eisenhut (Aconitum anthora) sowie ein paar weiteren, ging der Weg recht ereignisarm zur Capanna Barone. 


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Neben ein paar Tagesgästen war auch die Tochter des hiesigen Almbauern da, die zum Glück gut deutsch spricht, so dass ich sie ein bißchen über die Umstände ausfragen konnte. Bemerkenswert ist etwa, dass hier noch von Hand gemolken wird, der Käse aber per Helikopter ausgeflogen wird.


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Am frühen Abend bin dann noch hoch zum nahen Lago. Und hab meine erste Gemse hier gesehen. Ich stocksteif, kam sie bis auf 20m heran.
Überhaupt hat sich der Abstecher gelohnt.


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Efra -> Cognora

August 13th, 2009

Die dritte Etappe ist m.M. noch etwas anspruchsvoller als die erste. Die Kletterstellen länger, die Schwierigkeiten anhaltender, die Absicherungen spärlicher - und manche sanierungsbedürftig.


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Begegnet bin ich mal wieder keinem außer einem Adler, einem Falken, einem aufdringlichen Hammel, den ich schließlich mit Steinwürfen auf Abstand hielt, vielen Schmetterlingen, die gerne an den salzgien Klamotten lutschen und natürlich den unzähligen Fliegen.


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Die Capanna Cognora thront auf einem Felssporn hoch über der Verzasca. Wie üblich in malerischer Umgebung. Heute Nacht sind wir zu fünft. Morgen habe ich dann nur eine kurze Etappe vor mir, vielleicht tut das den Blasen gut, die sich mittlerweile unter beiden Großzehen gebildet haben. Dann leg ich am Samstag nochmal zu … 


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Fümegna -> Efra

August 12th, 2009

Wieder eine feine Etappe. Mit der Gewissheit die üblichen Zeiten einhalten zu können, habe ich heute getrödelt und genossen. Eine typische Via Alta Passage:


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Das Trödeln schien zwischenzeitlich keine gute Idee zu sein da es sich bedenklich zuzog - aber das Wetter hielt und am Gagnone hab ich das Gipfelbuch aus der Tupperdose eingehend studiert.


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Kurzweilig und mit längeren Kletterstellen als gestern ging der Weg dann hinab zu einer echten Perle von Hütte. Nach Wäsche waschen, Müsli, Chilli con Carne (aus der Tüte), Brot und Käse (was halt rein geht) sowie Degustiv (der gute Single Malt) sitze ich hier vor der sonnengewärmten Hüttenwand und geniesse die gegenüber liegende Crete im letzten Licht.


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