St. Goar — Stop and go?
Der linke Fuß will nicht mehr. Drei fette Blasen, was allein nicht so tragisch wäre, und eine Art Sehnenreizung am vorderen Spann. Wieso eigentlich alles am linken?
Schade, wo ich gerade heute das Gefühl bekam, mich eingelaufen zu haben. Alles ging leichter und ich habe mich richtig wohl gefühlt, auch das Wandern als etwas anderes verstanden als eine Bewältigung von Höhenmetern und Wegstrecke zum Erreichen des Etappenziels. Das ist ja eher meine Bergsteiger-Mentalität die da durchkommt … nein, Wandern ist anders: der Weg ist das Ziel — auch wenn es abgedroschen klingt — man findet Gefallen am langsamen Wechsel der Eindrücke, hat Zeit auch für sich und seine Gedanken.
St. Goar ist per Fähre für 1,30 EUR erreichbar, das Hotel “an der Fähre” kann mit 15 EUR die Nacht ebenfalls noch als low-budget betrachtet werden, auch wenn es mit meinem Ursprungsgedanken nichts mehr zu tun hat.
Hier werde ich jetzt jedenfalls zwei Nächte verbringen (es ist übrigens das gelbe Haus), weniger weil mir grad danach ist, sondern weil eine Schonung des Fußes sonst kaum möglich wäre. Die Alternative wäre Abbruch.
Eine kleine Impression aus dem hiesigen Warenangebot (man kann es erkennen, oder? “Loreleyfelsen” mit Schokoglasur) … auch ansonsten dominiert typisch deutsches, wie es in Reiseführern steht, die Auslagen.