Achtung Schönwetter-Sportler!
Ich hasse es: sobald die ersten schönen Tage da sind, rücken sie alle die Chips-Schalen etwas beiseite und hieven sich von ihren Sofas hoch — die Rede ist von den Heerscharen über den Winter verfetteter und eingerosteter Schönwettersportler, die mit ihren untrainierten Körpern in schleppender Gangart meine schönsten Wege verstopfen.
Ach ja: ich fahre jahrein/jahraus meinen Arbeitsweg von Köln nach Frechen mit dem Rad und habe so gar keine Lust, nun wieder ständig irgendeinem herumtorkelnden, ob seiner körperlichen Erschöpfung und geistigen Ermattung nicht mehr zurechnungsfähigen Jogger, Walker, Skater oder Rädchenfahrer auszuweichen (oder dem weiblichen Pendant — da mache ich keine Unterschiede). Die Zustände in Kölns Grünanlagen sind dann wirklich nur noch vergleichbar mit Ausflugstrecken, die einen mit ihren senilen, debilen oder sonstwie sedierten Sonntagsfahrern am liebsten zum Rambo der Landstraße werden lassen …
Ich hasse es, hatte ich das schon erwähnt? Die einzige Hoffnung, die auf jährlich wiederkehrende Erfahrung beruht, ist die, dass in ein zwei Monaten ein Großteil des dümpelnden Mobs sich schon wieder frustriert mit Chips mästet statt die hartnäckigen Pfunde durch die Gegend zu schleppen und der Rest sich mittlerweile soweit unter Kontrolle hat, dass er mir mit gewagtem Hechtsprung selbständig ausweichen kann.
Natürlich versuche ich nach Kräften, beide Prozesse durch entsprechende Fahrweise zu unterstützen …
gez. ej “Rambo” ;-)