4. Etappe, Nachtrag
Ganz so unspektakulär ging der Weg dann doch nicht zu Ende: erstmal gab’s einen kräftigen Schauer, den ich aber unter einer mächtigen Fichte weitgegend trocken abwarten konnte.
Anschließend ging es mit Blick über die Pulsbachklamm durch einen tropfnassen felsigen Krüppeleichenwald, der dann überging in einem der merkwürdigsten und schönsten Wälder, die ich je gesehen habe: ein Eichen-Hainbuchen-Niederwald dessen z.T. felsiger Boden fast vollständig von einem Mosaik aus Moosen und Flechten bedeckt ist — ich war begeistert!
Picknickplatz für Moose
Und am Ende wartete dieser geniale Übernachtungsplatz auf mich:
Leider mußte ich erst 130 Höhenmeter absteigen (und nachher wieder rauf), um dann festzustellen, daß Kestert ein solches Kaff ist, das außer einer Bäckerei kein Geschäft besitzt (jedenfalls keins, das noch am Nachmittag geöffnet hat). Infolgedessen werde ich mich bis morgen Nachmittag von 3 trockenen Brötchen, 1 Nussecke, 2 Äpfeln und — das Highlight — einer Tüte Erdnuss-Flips ernähren. Na dann, die fette Erholung hat ein Ende …