Archive for the 'Am Berg' Category

Hilfe beim Packen gesucht

Samstag, August 8th, 2009

Morgen geht’s für eine Woche ins Tessin auf die Via Alta della Verzasca (und vielleicht noch darüber hinaus). Da gibt’s Hütten (unbewartet), aber ich will mir die Freiheit nehmen auch mal unter freiem Himmel zu pennen.

Also muss das alles mit:

zu viel Zeug ...

Was noch fehlt ist die Regenjacke und die Sonnenbrille. Dafür sind Käse und Brot mittlerweile etwas dezimiert — hmm, lecker … also nicht mehr ganz die 14,7 kg die ich ausgewogen habe.
Trotzdem: Zu viel! Hilfe! Aber es ist im Grunde nichts verzichtbar. Eigentlich hatte ich max. 13 kg angepeilt und dass eben alles reinpasst. Klappt beides nicht.

Außer man will hungern oder frieren. Will ich beides nicht. Dann muss wohl die Matte und zur Not eine Wasserflasche außen dran. Die einzige mögliche Lösung bestände darin, Matte und Schlafsack zu haus zu lassen — nur kann ich dann nicht mehr draußen pennen (ist auch nach der Anreise und vor dem ersten Aufstieg am Montag geplant) und könnte Pech haben, wenn mal eine (der kleinen) Hütten voll ist. Oder wenn da zu viel geschnarcht oder gepfu*** wird.

Tja, dann muss ich eben schnell alles aufessen und leertrinken, dann ist das Gewicht halbiert. ;-)

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Ab morgen oder übermorgen mehr über den Zustand des Gepäcks, meiner Füße, der Via Alta im allgemeinen und meinen Gemütszustand im besonderen. Das heisst, wenn ich alles in und an den Rucksack bekomme …

Wahre Helden

Donnerstag, Oktober 16th, 2008

Für alle, die bisher das wahre Heldentum beim Bergsteigen noch nicht erkennen konnten, wird es hier eindrucksvoll demonstriert ;-)

Ich muss auch mal wieder die Eisgeräte auspacken … dann habe ich auch 3 Etagen vom Keller bis hier oben zurück!

Legenden

Mittwoch, Juli 26th, 2006

War mal wieder in Nideggen zum klettern. Erst hab ich an der Effelsley (Topo Effels) mein relativ neues Ropeman II endlich mal ausprobiert. D.h. Selbstsicherung mit einer kleinen Steigklemme. Dass ich ziemlich heftig geschwitzt habe, hat wohl nicht nur mit der Wärme und Anstrengung zu tun gehabt …

Dann streunte mir Hans Diefenbach, kurz “Diefes”, über den Weg. Wir verabredeten noch etwas zusammen an der Aachener und der Obstwand zu klettern. Ich kenne diese lebende Legende (zumindest für die Gegend) schon lange, und auch wenn er schon hart auf die 70 zugeht, ist er nach wie vor ein kompetenter wie angenehmer Kletterpartner.

Diefes -- Hans Diefenbach

Hans Diefenbach war eine zeitlang Wegbegleiter des unbestreitbar legendären Wolfgang Güllich und Herausgeber des ersten deutschen Klettermagazins Boulder, das ebenso legendär zu nennen ist.

Und selbst wenn Diefes selber keine Legende ist, ein Original ist er allemal. Er ist ein  Literaturliebhaber und Lebenskünstler par excellence — man könnte sagen: im Grunde ein Taugenichts — mit Immatikulation für das 92. Semester (geschätzt) ;-). Aber ein netter, mit dem man sich neben dem — oder gar beim — klettern außerordentlich gepflegt und auch persönlich unterhalten kann.

Die heutigen Themen waren u.a. Legenden und alte Zeiten (unvermeidbar), hübsche junge Frauen und deren ungemeine Attraktivität (unvermeidbar), die Problemkreise älterer Mann/junge Frau sowie sexuell aktiver älterer Mann/sexuell desinteressierte ältere Frau (anscheinend ebenso unvermeidbar), die Ethik heutiger junger Menschen (welche?), die Anthroposophie Rudolf Steiners und deren nazistische Tendenzen in der heutigen Waldorf-Pädagogik. Kurz: ein bunter Abend :-)

Ach ja: Was hindert eigentlich Diefes, aus dem Kaff Königswinter wegzuziehen? Seine 14.000 Bücher (kein Quatsch!).

Natürlich wären wir keine Kletterer wenn wir nicht geklettert wären:

Diefes beim Abbauen
Hier macht sich Diefes nicht etwa zum Affen, sondern er nutzt geschickt einen Baum beim Abbauen der überhängenden Route “Monsterbond (7/7+)” …

Nach einem weiteren längeren Palaver hab ich dann mein Zeug gepackt und bin im Dunkeln zum Auto zurückgestolpert wobei mir noch dieses stimmungsvolle Bild des Rurtals gelang :-))
Rurtal ?

Hitzeflucht nach Nideggen

Mittwoch, Juli 19th, 2006

Dienstag ist mein Klettertag. Meist gehe ich dann nach der Arbeit in Frechen in den ChimpanzoDrome. Bei 35 °C ist da aber nicht dran zu denken …

Also bin ich zum 3. Hinkelstein (Topo) bei Nideggen in der Nordeifel gefahren, das ist von meiner Arbeit eine gute halbe Autostunde entfernt. eigentlich wollte ich ja mal ein kleines Selbstsicherungsgerät (WildCountry Ropeman II) ausprobieren, aber am 3. Hinkel ist man selten allein …

3. Hinkelstein in Nideggen

Geklettert bin ich dann Asterix (7+), Blutige Kante (7+/8-), Grautvornix (8-) und zweimal Live fast, die you (8/8+). Danach war ich erledigt. Immerhin gingen alle Routen noch einigermaßen geschmeidig, was vielleicht doch ein wenig an gestiegener Form durch das klettern im Urlaub liegt. Jedenfalls waren hier die Temperaturen sehr erträglich.
Der untere Parasit (9/9+) ist mir dann einen Nummer zu heftig und ich hab die Gelegenheit für ein paar Photos genutzt:
Unterer Parasit (9/9+) am 3.Hinkelstein

Nach zwei Stunden war meine deutlich zu kleine Wasserflasche staubtrocken und ich habe mich zur Tanke in Nideggen aufgemacht, wo ich rund 3 L flüssiges erstanden habe. So ausgerüstet wollte ich dann eigentlich am Stausee in Untermaubach noch schwimmen, aber das ist ein echter Sch***-See: die eine Seite total verbaut, die andere steil. Nächstes Jahr wird er gar trockenen gelegt — ist mir auch egal … :-(

Schließlich bin ich rechtzeitig für ein Mitternachtsschwimmen am Otto-Maigler-See angekommen, der mir dann tatsächlich Abkühlung und den (unzweifelhaften) Genuß eines Radlers aus der Dose brachte …

Klettern, klettern, Künstlermarkt

Sonntag, Juli 9th, 2006

Um Le-Bourget-du-Lac, Savoien.

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Am Dent du Chat (Katzenzahn) war ich allein. Abseits der ausgetretenen Wege über den Südgrat, der allerdings von ferne klettermäßig interessanter aussah als die paar müden Zähnchen dann tatsächlich waren.

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Mit P. in “Les Dalles” (Die Platten), 4 Seillängen 5c/6a/6a+/5c im Gebiet Brison. Die Route bietet aber auch Risse und kleine Dächer — absolut empfehlenswert, insbesondere die 2. SL sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Kleine Szene vom Künstlermarkt in Le-Bourget-du-Lac

Für 30 EUR haben wir ein hübsches Aquarell erstanden …