Archive for the 'Audio' Category

Daumenkrampf

Freitag, Dezember 15th, 2006

Wer jetzt milde lächelt und sich fragt, wie man sich in drei T***** Namen einen Daumenkrampf zulegen kann, ist eingeladen die beiden anderen Pulverkernspulen zu wickeln.

Immer schön stramm und gleichmäßig bitte! Aua! … Locker bleiben!

AMP6 vor der Vollendung

Aber hübsch sind sie doch, oder? Immerhin: die zweite ging mit einem Glas Wein dabei schon etwas flüssiger … und ohne Krampf.

Bestanden!

Donnerstag, Dezember 14th, 2006

Einen wilden Aufbau loser Verkabelung gab’s zum Testen der Stromversorgung am Amp6. Kann man keinem zeigen — darum tu’ ich’s auch nicht.

Dann der entscheidende Moment: klick! und Spannung auf der ungeregelten Seite messen … 2,3V … 2,2V … 2,1V … Mist! Schnell klick! wieder aus. Hmm, ein Kurzer kann’s eigentlich nicht sein, vielleicht die Sicherung (Feinsicherung auf der sekundären Seite des Trafos, sollte man immer haben) … mal schaun: ok, 500mA sind nicht viel bei 18V. Also mal 2A rein …

Klick, 2,6V … 2,5V … 2,4V … MIST! Klick aus. Doch irgendwas verbrutzelt? Alles eigentlich kühl. Hmm, reichen etwa 2A träge nicht?? Mal schauen: tja, durch. Aber hoppla! da hatte ich mich vergriffen — ist auch eine 500mA.

Ok, jetzt aber. Klick, 22,6V … 22,6V. Fein, etwas weniger als ich befürchtet hatte*. Und die geregelte Seite: 14,6V … 14,6V. Fein, fein. Wie es sein soll.

Alles wird gut :-)
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*) 18V Wechselspannung (Leerlauf) * 1,41 (Gleichrichtung einer sinusförmigen Wechselspannung) - 2*0,7V (Verluste an den Gleichrichtungsdioden) = knapp 24V. Da der große Siebelko ein 25V-Typ ist, könnte das bei Netzspannungsschwankungen vielleicht knapp werden.

22,6V aus 228V Netzspannung (aktuell gemessen) sollten aber in jedem Fall auf der sicheren Seite sein.

T-Class Amp6 fast fertig

Donnerstag, Dezember 14th, 2006

Ein paar Teile auf und um den kleinen Verstärker sollten nach meiner Vorstellung etwas “gehobener” ausgeführt werden. Dazu hatte ich einige Bau- und Kleinteile bei Thel bestellt. Der gute Mann scheint vom Vorweihnachts- und Vor-MwSt.-Erhöhungs-Geschäft ziemlich überrannt worden zu sein. Das Päckchen hat mich jedenfalls erst nach 2 Wochen erreicht, so dass ich erst jetzt weitergelötet habe.

Gegenüber dem Original-Bausatz des Amp6 von 41Hz modifiziere ich in erster Linie die Bauteile im Eingangszweig und an der Stromversorgung. Neuralgische Punkte jedes Verstärkers also, an denen qualitative Verbesserungen am ehesten lohnen.

An ersterer Stelle verwende ich fette MKP-Kondensatoren und spezielle nichtmagnetische “Audio”-Widerstände (TKD) die leider nicht oder nicht wie vorgesehen auf die Platine passen. Die Widerstände (im Bild die leicht rosa Bauteile mit Aufschrift 2202D) sind nur zum Teil auf der Oberseite, die anderen zwei auf der Unterseite. Die MKP-Kondensatoren habe ich noch nicht montiert, da sie das Lochraster um ein Vielfaches überschreiten und mir den Zugang zu noch austehenden Lötarbeiten versperren würden.

AMP6 vor der Vollendung

Um die Stromversorgung bzw. -stabilität zu verbessern kommen am Ende noch ein paar zusätzliche Kondensatoren von unten an die beiden im Bild schon größten Bauteile. Die ungeregelte Seite wird dann nominell 40.000 µF, die geregelte 5.501 µF aufweisen (das eine µF kommt von einem KP-Kondensator um speziell Transienten zu verbessern). Ob sich das dann klanglich alles auswirkt sei mal dahingestellt. Zumindest theoretisch verbessert sich die Impulsfähigkeit und damit die Dynamik, Auflösung und Stabilität des Klanggeschehens.

Die Modifikationen bewegen sich aber nicht im Bereich des High-End-”Voodoo” (man könnte für einen Eingangskondensator ohne weiteres 100 € ausgeben) sondern durchaus im Rahmen des physikalisch (und hoffentlich klanglich) nachvollziehbaren und wirtschaftlich angemessenen.

Die Löterei ging jetzt doch etwas zügiger aber nicht unbedingt problemloser von statten — an ein paar Stellen gabs Probleme mit dem sog. Lötstopplack (der Stellen bedeckt, die nicht verzinnt werden dürfen um unerwünschte elektrische Verbindungen zu verhindern), den ich anscheinend hier und da beim unsauberen Löten gelöst habe und der mir denn meine Lötstelle versaute. Da half nur Kratzen und neu verlöten.

Auch die SMD-Dioden (die kleinen schwarzen Rechtecke, mit etwa 5mm Länge für SMDs gar nicht klein) waren “a pain to solder” (wörtlich: ein Schmerz zu löten), wie man machmal in englischen Foren liest — entsprechend unprofessionell sieht meine Löterei dort aus. Ich hoffe dabei habe ich nichts verbrutzelt …

AMP6 vor der Vollendung

Jetzt steht erstmal die Prüfung der Spannungsversorgung an, dann muss ich noch die Ringkernspulen wickeln — ebenfalls “a pain”, aber wer hat schon handgefertigte Bauteile in seinem Verstärker? — und den Kern des ganzen, den vielbeinigen Verstärker-Chip, einlöten.

Wenn alles glatt geht, kommen die ersten Test-Klänge an den nächsten Tagen zu Gehör …

1. Löt-Session: Class T-Verstärker

Freitag, Dezember 1st, 2006

So langsam hab ich die Faxen dicke … die olle MOS-FET-Endstufe läuft nur auf dem rechten Kanal und der dicke Sony-Verstärker ist beim Krauter um die Ecke in Reparatur. Aus der einen Woche sind mittlerweile zwei geworden … naja, ist ein witziger Typ aber irgendwie auch ein ziemlicher Schluri. So Marke 70er-Jahre Alt-Hippie. Verkrautert sein Leben in einem 20qm-Ladengeschäft, um ihn herum stapeln sich reparierte, aber nie abgeholte Geräte vom fast High-End Cd-Player über Noname-Fernseher bis zum verstaubten Kofferradio … man kann kaum treten beim reinkommen.

Jedenfalls habe ich nun zum Preis einer guten Flasche Whisky (die wird jetzt leider eingespart) einen AMP6-Bausatz von 41hz.com. Das sah dann so aus:

Das Handy war leider nicht dabei und ist nur zum Größenvergleich … ;-)

Also wirklich shocking klein. Die Platine misst 106 * 42 mm und das stabilisierte Netzteil ist schon integriert (Trafo natürlich nicht). Wenn man das so vor sich liegen hat inklusive der ungefähr 10 Tütchen mit überwiegend doch eher winzigen Bauteilen (dabei sind’s nicht mal SMD) beginnt man zu zweifeln, ob das gut war, sich sowas zuzulegen … mit dem Prügel an Lötkolben und Löterfahrung vornehmlich in Richtung möglichst dicke Kabel …

Aber BIB = bigger is better stimmt nicht immer. Das kleine Teil gehört zu den sogenannten Class T-Verstärkern (am besten mal googeln nach “Class T”, “Tripath”, Tripath ist der Verstärker-Chip-Hersteller), eigentlich ein Class D-Verstärker mit integriertem DSP, d.h. digitalem Signalprozessor. Jedenfalls haben die kleinen Verstärker-Chips, denen man nur noch eine passende Außenbeschaltung verpassen muß, ziemlich Furore gemacht. Natürlich nicht in der einschlägigen Audio-Presse — denn dazu sind die Dinger zu preiswert und die Hersteller von Verstärkern mit diesen Chips oft Enthusiasten, die keine doppelseitigen Anzeigen in Hochglanzmagazinen schalten — aber jedenfalls soweit man das im Web verfolgen kann.

Also auf zu neuen Ufern! Der dicke Alte (Sony) wird verscherbelt und her kommt etwas, was mit minimalem Aufwand ganz hervorragende Ergebnisse liefert. (Na hoffentlich — die Skepsis stirbt zuletzt!)

Apropos Aufwand: erst kommt das Löten. Zumindest bei meiner Variante (man kann auch fertige Module bei anderen Anbietern kaufen, allerdings dann schon zum mehrfachen Preis).

Löten am AMP6

Da ich ja nicht wirklich der geübte Löter bin, ist der Aufwand etwas höher …

Mein hübscher Arbeitsplatz enthält übrigens wirklich eine heiße Wärmflasche — nicht dass ich besonders warme Figer bräuchte, sondern es lötet es sich besser wenn die Komponenten auf sagen wir 70 oder 80 °C erwärmt sind. Die fette Spitze des Lötkolbens ist auch nicht grad der Hit, aber es geht so grade. Bisher jedenfalls. Nach einer Stunde und acht Bauteilen beginne ich jeden einzelnen zu bewundern, der sowas selber macht.

Danach geht es etwas zügiger weiter. Irgendwie übt es sich halt doch ein. Die Lötstellen sehen auch immer besser aus. Leider hab ich einen Elko (ELektrolyt-KOndensator) verpolt eingelötet obwohl ich den Schaltplan genauestens studiert habe. Tja, das mit der Charge-pump (?!) habe ich dann wohl noch nicht begriffen — jedenfalls muß der andersrum rein, mit dem Minus-Pol zur Versorgungsspannung (höchst ungewöhnlich). Also auslöten ohne dabei das Teil zu verdampfen und richtig rum wieder rein. Puh, geschafft.

Machen wir Schluss für heute. 18 Bauteile sind plaziert, die Platine ist noch heil und die Kondensatoren und Widerstände (mehr haben wir noch nicht) — soweit ich das beurteilen kann — auch. Schon spannend irgendwie ;-)

Demnächst mehr vom Braten!

Es tut sich doch was

Dienstag, November 28th, 2006

Heute gab’s ein Schwarzes Schäfle (voll das Biobier, ey!), ein Mitbringsel meiner kurz ins Süddeutsche abgetauchten (und zum Glück wieder aufgetauchten) Gattin.

Ich hab mir natürlich ein nettes Männerwochenende mit meinem 5jährigen gemacht — und wir waren nicht untätig …

Nachdem wir erstmal große (naja, ist relativ) Lautsprecher aus der Bucht (mit den vier Buchstaben) an Land gezogen haben, konnten wir nicht widerstehen, die Wohnung zu verwüsten und uns ansonsten untätig in der Gegend rumzufleezen (<- wie schreibt man das?) -- zumindest sieht die holde Gattin das so ...

Dabei war das eben nur ein Männer-kompatibles Wellness-Programm ... tzztzz.

Ach ja, sind die Fostex Fe103E im "recommended back loaded horn enclosure".

Ich konnte nicht widerstehen — mir ging einfach der Gedanke an ein Horn nicht aus dem Kopf … und bevor ich mir die ganze Arbeit mache … und es dann doch sch…e finde …
Klingt jedenfalls ganz ordentlich. Die Dynamik erinnert stellenweise an meine früheren Wuchtbrummen von Quadral (Vulkan) — so rein subjektiv … Das abschließende Urteil wird aber erst gefällt wenn der dicke Sony-Verstärker wieder von der Reparatur zurück ist (wegen der Relais).

Aktuell ist meine Anfang 80er Jahre Selfmade-Endstufe im Einsatz. Die wäre auch nicht schlecht wenn auch hier die Relais getauscht wären … zur Zeit gibt’s den rechten Kanal für beide Lautsprecher :-( … so’ne Art mono irgendwie — und trotzdem können die Fostexe durchaus begeistern …

Man muss nur die Augen zu machen. Denn das Finish ist schlicht grausig. Die Bretter sind doch eher schief und krumm vorn, und das ganze ist dilettantisch in Buche gebeizt. Wenn die hierbleiben wollen, müssen sie sich erstmal auf die Abrichte legen lassen und bekommen dann ein neues Kleid. Vielleicht einfach Klavierlack weiß … ;-)