- “Was ist eigentlich dieses Wochenende angesagt?” (Meine Frau ist mein Terminplaner)
- “Nix.”
Herrlich! Endlich mal ein Wochenende ohne Termine, Aufgaben, Besuche und Feiern. Kein enges Zeitkorsett, kein hin und her Hetzen. Einfach ein wenig die freien Tage genießen und spontan entscheiden ob und was man Nettes macht.
Soweit die Theorie.
- “Was sollen wir denn Schönes machen? Gibt’s schon Ideen oder Vorschläge?” frage ich in die Runde.
- “Wir können M.s Bett zum Hochbett umbauen. Dann haben wir Platz für seinen neuen Schreibtisch.”
- “Och nö …”
- “Och doch. Und wo wir dann schon rumräumen, können wir auch direkt das Zimmer neu streichen.”
Aaargh. Aus lauter Verzweiflung schneide ich nicht mein Brötchen sondern meinen Finger. Schön tiefer Schnitt. Blutet fein. Da ist jetzt Krankenhaus angesagt, nicht renovieren.

Aufgrund meines formidablen Heilfleischs werden mir allerdings Nadel und Faden verwehrt. Der Halbgott in weiß erklärt, dass das schon so schön zusammenwachse und lässt mir nur einen Klebeverband plus Mull auflegen.
Wie zum Ausgleich fordern mich dann die ebenfalls herbeigeschwebten Halbgöttinnen auf, vor ihnen die Hosen runter zu lassen, dem ich natürlich sofort nachkomme. Aber ihre Absichten sind eindeutig und richten sich nur auf meinen Gluteus maximus, den sie mit Tetanol aufpumpen.
Wieder zuhause wird mir erstmal vorgeworfen, wie lange ich mich nun schon unproduktiv rumgetrieben habe und dass wir nun mal langsam in die Hufe kommen müssen … der Finger ist ja schließlich noch dran …
Ich messe also ein bißchen lustlos rum und nach der kleinen Alibi-Runde durch den Zoo stehen wir im Baumarkt, um mein Rest-Wochenende so richtig zu vermiesen. Die Frau kauft natürlich auch noch Farbe.
Aber ich hab noch ein Trumpf Messer in der Hinterhand. Mal sehen was mir für morgen früh einfällt …es reicht jedenfalls nicht, dass ich mich reif für die Notaufnahme schneide …
Hatte ich schon erwähnt, dass ich freie Wochenenden hasse?