Archive for the 'Kleine Spitzen' Category

Biogrillen

Sonntag, Juni 4th, 2006

Pfingsten bei schönem Wetter grillt man. Zum Beispiel in Osnabrück mit Jo & Co. Nicht einfach so, natürlich — nein, bio muss es schon sein.

Nichts gegen Bio-Würstchen, meist sind die ja sehr lecker, schrumpeln weniger zusammen und ein besseres Gewissen wird direkt mitgekauft …

Keinen Spaß verstehe ich aber dann, wenn diese blassen an Münchner Weißwürstel erinnernden Darmschläuche auch noch ganz bio und PAK-vermindernd wie in der “Bio”-Sauna leicht gedünstet werden sollen — das ist doch kein Grillen!

Nachdem die Standpunkte der zwei, sich stets auch mit großer Souveränität in die Haushaltsführung einmischenden, Protagonisten klar gemacht waren, wurde das duale Systemgrillen eingeführt: 2 Würstel auf das Blech zum Dünsten, 3 zum richtigen Grillen auf den Rost (die Gattinnen waren natürlich jeweils solidarisch).

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Nach dem ersten Osnabrücker Lachbier (Pinkus Spezial, eher aus Münster) gab es dann aber doch noch eine Wiederverbrüderung durch a) duales Grillen im Wechselverfahren und b) Austausch von Wurstenden …

Lecker! Aber trotzdem: Rost rulez! ;-)

Achtung Schönwetter-Sportler!

Montag, April 24th, 2006

Ich hasse es: sobald die ersten schönen Tage da sind, rücken sie alle die Chips-Schalen etwas beiseite und hieven sich von ihren Sofas hoch — die Rede ist von den Heerscharen über den Winter verfetteter und eingerosteter Schönwettersportler, die mit ihren untrainierten Körpern in schleppender Gangart meine schönsten Wege verstopfen.

dich krieg ich ... ;-)Ach ja: ich fahre jahrein/jahraus meinen Arbeitsweg von Köln nach Frechen mit dem Rad und habe so gar keine Lust, nun wieder ständig irgendeinem herumtorkelnden, ob seiner körperlichen Erschöpfung und geistigen Ermattung nicht mehr zurechnungsfähigen Jogger, Walker, Skater oder Rädchenfahrer auszuweichen (oder dem weiblichen Pendant — da mache ich keine Unterschiede). Die Zustände in Kölns Grünanlagen sind dann wirklich nur noch vergleichbar mit Ausflugstrecken, die einen mit ihren senilen, debilen oder sonstwie sedierten Sonntagsfahrern am liebsten zum Rambo der Landstraße werden lassen …

Ich hasse es, hatte ich das schon erwähnt? Die einzige Hoffnung, die auf jährlich wiederkehrende Erfahrung beruht, ist die, dass in ein zwei Monaten ein Großteil des dümpelnden Mobs sich schon wieder frustriert mit Chips mästet statt die hartnäckigen Pfunde durch die Gegend zu schleppen und der Rest sich mittlerweile soweit unter Kontrolle hat, dass er mir mit gewagtem Hechtsprung selbständig ausweichen kann.

Natürlich versuche ich nach Kräften, beide Prozesse durch entsprechende Fahrweise zu unterstützen …

gez. ej “Rambo” ;-)