Archive for the 'Leben' Category

Schwippschwagers Weihnacht

Mittwoch, Dezember 27th, 2006

Spätestens nachdem wir an Jos Blog erfolgreich rumgefummelt hatten, kam der Gedanke auf, dass wir uns mal kreuzweise gegenseitige Gastbeiträge schreiben. Da uns insbesondere die u.g. Bautätigkeiten davon abhielten, stelle ich jetzt doch hier meine Sicht der Dinge dar.

Zunächst hat es sich Jo nicht nehmen lassen, stimmungsvolle Objekte zur weihnachtsmotivischen Infiltration auch des letzten weihnachtsstimmungsresistenten Winkels des Internets bzw. der Blubbo Bloggosphäre aufzunehmen (hier, hier, hier, hier … ich hör’ ja schon auf … ;-)

Jos Heiligabend

Nachdem das Christkind mit seinen leuchtenden Flügelspitzen da war, ging’s ans Auspacken. Für die mitlesenden Kinderlein mein bestes Foto davon:

Christkind?

Mein Schwippschwager Jo bekam erst einen tollen chinesischen Kalender, den ich bei unserem (sonst geschmackvollen) China-Imbiss angedreht bekommen habe …

Suuuuuper Geschenk Nr. 1

Selbst als er die “Stadion-Hits” auspackte (Werbe-Tombola-Gewinn), bewahrte ihn seine professionelle pädagogische Haltung davor die Fassung zu verlieren — vielleicht ahnte er etwas als ich hinter der Kamera die meine verlor und mich Lachkrämpfe zu schütteln begannen. Aber sein gefährliches Messer hielt er doch schon bereit …

Suuuuuper Geschenk Nr. 2

Daher durfte er dann noch etwas mit ungespielter Begeisterung auspacken — selbst Kölner sind ja schließlich keine Unmenschen (abgesehen von den Fraßschäden). Außerdem muß man Schwippschwager einfach mal vergackeiern: das suggeriert doch schon der Begriff.

Anschließend setzten dann rege Bautätigkeiten auf dem Teppichboden ein, die Groß und Klein über die Festtage (und sicher weit darüber hinaus) verbanden.

Schau mal, so eins

Ach so: Spülen, Kochen, Putzen und Aufräumen waren natürlich auch Jos Aufgaben — aber das muss man ja nicht extra erwähnen, oder?

… die so schön hat geprickelt in mein Bauchnabel

Dienstag, Dezember 19th, 2006

Man hat sie mir in der Firma angedreht, wollte sonst keiner haben. Also nicht die Besitzerin des Bauchnabels — dafür ist unsere Firma vermutlich nicht groß … oder, äh, nicht korrupt genug … — nein, ich meine die Flaschen Schöfferhofer.

Schon etwas merkwürdig, zumindest auf den ersten Blick. Wie eine neue Ausgeburt der Mixeritis.

Bier mit Pampelmuse? Naja … äh, also ich meine, ich will jetzt nichts falsches sagen … dem geschenkten Gaul … außerdem will ich ja keine Geschäftsverbindungen unnötig belasten … und überhaupt ist das hier alles rein privat … äh, nicht wahr? Ich passe da vielleicht nicht so in die Zielgruppe … Herrgott, das muß man doch verstehen …

Plopp! Gluck, gluck … äh, naja — also frisch schmeckt das ja schon … gluck … herber im Abgang, das ist die Pampel… ich meine Grapefruit … tjo, eigentlich ganz lecker!

Wirklich. Wer Alster oder — bitteschön — Radler mag, wird das auch mögen. Wie die Bauchnabelbesitzerin. Keine Werbung. Ganz privat, wie gesagt.

(@Schöfferhofer: die abgemachten 3 Paletten bitte hinterm Haus abladen) ;-)

Szenen einer Ehe

Freitag, Dezember 15th, 2006

>> Wofür willste das denn fotografieren? <<

>> Ja, für’n Blog! <<

1. Löt-Session: Class T-Verstärker

Freitag, Dezember 1st, 2006

So langsam hab ich die Faxen dicke … die olle MOS-FET-Endstufe läuft nur auf dem rechten Kanal und der dicke Sony-Verstärker ist beim Krauter um die Ecke in Reparatur. Aus der einen Woche sind mittlerweile zwei geworden … naja, ist ein witziger Typ aber irgendwie auch ein ziemlicher Schluri. So Marke 70er-Jahre Alt-Hippie. Verkrautert sein Leben in einem 20qm-Ladengeschäft, um ihn herum stapeln sich reparierte, aber nie abgeholte Geräte vom fast High-End Cd-Player über Noname-Fernseher bis zum verstaubten Kofferradio … man kann kaum treten beim reinkommen.

Jedenfalls habe ich nun zum Preis einer guten Flasche Whisky (die wird jetzt leider eingespart) einen AMP6-Bausatz von 41hz.com. Das sah dann so aus:

Das Handy war leider nicht dabei und ist nur zum Größenvergleich … ;-)

Also wirklich shocking klein. Die Platine misst 106 * 42 mm und das stabilisierte Netzteil ist schon integriert (Trafo natürlich nicht). Wenn man das so vor sich liegen hat inklusive der ungefähr 10 Tütchen mit überwiegend doch eher winzigen Bauteilen (dabei sind’s nicht mal SMD) beginnt man zu zweifeln, ob das gut war, sich sowas zuzulegen … mit dem Prügel an Lötkolben und Löterfahrung vornehmlich in Richtung möglichst dicke Kabel …

Aber BIB = bigger is better stimmt nicht immer. Das kleine Teil gehört zu den sogenannten Class T-Verstärkern (am besten mal googeln nach “Class T”, “Tripath”, Tripath ist der Verstärker-Chip-Hersteller), eigentlich ein Class D-Verstärker mit integriertem DSP, d.h. digitalem Signalprozessor. Jedenfalls haben die kleinen Verstärker-Chips, denen man nur noch eine passende Außenbeschaltung verpassen muß, ziemlich Furore gemacht. Natürlich nicht in der einschlägigen Audio-Presse — denn dazu sind die Dinger zu preiswert und die Hersteller von Verstärkern mit diesen Chips oft Enthusiasten, die keine doppelseitigen Anzeigen in Hochglanzmagazinen schalten — aber jedenfalls soweit man das im Web verfolgen kann.

Also auf zu neuen Ufern! Der dicke Alte (Sony) wird verscherbelt und her kommt etwas, was mit minimalem Aufwand ganz hervorragende Ergebnisse liefert. (Na hoffentlich — die Skepsis stirbt zuletzt!)

Apropos Aufwand: erst kommt das Löten. Zumindest bei meiner Variante (man kann auch fertige Module bei anderen Anbietern kaufen, allerdings dann schon zum mehrfachen Preis).

Löten am AMP6

Da ich ja nicht wirklich der geübte Löter bin, ist der Aufwand etwas höher …

Mein hübscher Arbeitsplatz enthält übrigens wirklich eine heiße Wärmflasche — nicht dass ich besonders warme Figer bräuchte, sondern es lötet es sich besser wenn die Komponenten auf sagen wir 70 oder 80 °C erwärmt sind. Die fette Spitze des Lötkolbens ist auch nicht grad der Hit, aber es geht so grade. Bisher jedenfalls. Nach einer Stunde und acht Bauteilen beginne ich jeden einzelnen zu bewundern, der sowas selber macht.

Danach geht es etwas zügiger weiter. Irgendwie übt es sich halt doch ein. Die Lötstellen sehen auch immer besser aus. Leider hab ich einen Elko (ELektrolyt-KOndensator) verpolt eingelötet obwohl ich den Schaltplan genauestens studiert habe. Tja, das mit der Charge-pump (?!) habe ich dann wohl noch nicht begriffen — jedenfalls muß der andersrum rein, mit dem Minus-Pol zur Versorgungsspannung (höchst ungewöhnlich). Also auslöten ohne dabei das Teil zu verdampfen und richtig rum wieder rein. Puh, geschafft.

Machen wir Schluss für heute. 18 Bauteile sind plaziert, die Platine ist noch heil und die Kondensatoren und Widerstände (mehr haben wir noch nicht) — soweit ich das beurteilen kann — auch. Schon spannend irgendwie ;-)

Demnächst mehr vom Braten!

Es tut sich doch was

Dienstag, November 28th, 2006

Heute gab’s ein Schwarzes Schäfle (voll das Biobier, ey!), ein Mitbringsel meiner kurz ins Süddeutsche abgetauchten (und zum Glück wieder aufgetauchten) Gattin.

Ich hab mir natürlich ein nettes Männerwochenende mit meinem 5jährigen gemacht — und wir waren nicht untätig …

Nachdem wir erstmal große (naja, ist relativ) Lautsprecher aus der Bucht (mit den vier Buchstaben) an Land gezogen haben, konnten wir nicht widerstehen, die Wohnung zu verwüsten und uns ansonsten untätig in der Gegend rumzufleezen (<- wie schreibt man das?) -- zumindest sieht die holde Gattin das so ...

Dabei war das eben nur ein Männer-kompatibles Wellness-Programm ... tzztzz.

Ach ja, sind die Fostex Fe103E im "recommended back loaded horn enclosure".

Ich konnte nicht widerstehen — mir ging einfach der Gedanke an ein Horn nicht aus dem Kopf … und bevor ich mir die ganze Arbeit mache … und es dann doch sch…e finde …
Klingt jedenfalls ganz ordentlich. Die Dynamik erinnert stellenweise an meine früheren Wuchtbrummen von Quadral (Vulkan) — so rein subjektiv … Das abschließende Urteil wird aber erst gefällt wenn der dicke Sony-Verstärker wieder von der Reparatur zurück ist (wegen der Relais).

Aktuell ist meine Anfang 80er Jahre Selfmade-Endstufe im Einsatz. Die wäre auch nicht schlecht wenn auch hier die Relais getauscht wären … zur Zeit gibt’s den rechten Kanal für beide Lautsprecher :-( … so’ne Art mono irgendwie — und trotzdem können die Fostexe durchaus begeistern …

Man muss nur die Augen zu machen. Denn das Finish ist schlicht grausig. Die Bretter sind doch eher schief und krumm vorn, und das ganze ist dilettantisch in Buche gebeizt. Wenn die hierbleiben wollen, müssen sie sich erstmal auf die Abrichte legen lassen und bekommen dann ein neues Kleid. Vielleicht einfach Klavierlack weiß … ;-)