Archive for the 'Leben' Category

Herbst-Impressionen

Sonntag, November 19th, 2006

Ein grauer, regnerischer, müder Tag. Frau und Kind ebenso … letzteres — jedenfalls hatte keiner mehr Lust, mich zu einem kleinen Luftholen zu begleiten.

Die Flora liegt dazu nah, geografisch wie übertragen. Aber es dunkelte schon, Fotos ließen sich nur verwackelt machen mit der kleinen Knipse, die ich dabei hatte. Man muß ja auch nicht immer fotografieren …

Manchmal kann man aber aus der Not eine Tugend machen, heute hatte ich Lust dazu. Und die Motive taugen auch dazu.

Voilá:

Impression 1

Impression 1

Impression 1

Impression 1

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Ungelegte Eier

Freitag, Oktober 6th, 2006

Irgendwie ist mein altes Interesse an Hifi wieder entflammt. Früher habe ich mit Nachbauten einer Quadral Vulkan (die Version A entspricht genau meiner Variante) gehört. Die Dinger wurden mir aber zu groß und schwer — obgleich ich nie unzufrieden mit dem Klang war, habe ich sie 1999 zerlegt. Und kürzlich erst die Chassis verkauft. Der letzte Abschied von einer Ära für mich …

Zur Zeit sind kleine “Brüllwürfel” einer Sony-Kompaktanlage angeschlossen. Naja, die klingen gar nicht soooo schlecht, wenn sie an einem potenten Verstärker und einer guten Quelle hängen (Jo, Du darfst dich gerne durch meine/unsere CD-Sammlung hören). Außerdem war damit das Zerstörungs-Risiko durch meinen Nachwuchs minimiert. Aber es fehlt natürlich so einiges.

Jetzt soll es aber wieder etwas audiophiles werden. Hornlautsprecher faszinieren mich, insbesondere mit nur einem Chassis, einem guten Breitbänder. Sicher etwas komplett anderes als eine große Transmissonline, aber mit ganz eigenem Reiz. Es “kickt” und man erzielt eine Live-Charakteristik mit ungeheuer stabiler Ortung und toller Dynamik.

Natürlich gibt es nichts ohne Kompromisse. Ein Chassis hat zwar weniger mit Laufzeitdifferenzen, Phasenverschiebungen und Verlusten durch Frequenzweichen zu tun, dafür kann es naturgemäß nicht den Bass so gut wie ein optimerter Tieftöner und die Höhen nicht wie ein dezidierter Hochtöner widergeben. Trotzdem gibt es sehr gute Breitband-Chassis, die gerade durch die Einfachheit der Gesamtkonstuktion glänzen können.

Länger habe ich mich jetzt mit der Realisierung eines Fostex-getriebenen sogenannten Back-loaded-Horns gedanklich getragen. Insbesondere habe ich zwischen dem FE166E und dem FE108E Sigma geschwankt (siehe Fostex Speaker Components), jeweils im von Fostex empfohlenen Gehäuse (siehe Recommended Enclosures) oder auch anderen. Aber zum einen hat mich die Größe wieder etwas geschreckt und mehr noch, was man in Hifi-Foren über Schwächen und Problemchen liest.

Durch intensive Recherchen bin ich jetzt am JX92S hängen geblieben, einem feinen, preislich etwas höher angesiedelten 14cm-Chassis (Konus 92 mm) vom kleinen, aber renommierten britischen Hersteller E. J. Jordan Designs. Was ich bisher gehört und gelesen habe, scheint der JX92S dem Ideal eines Breitbänders sehr nahe zu kommen: eine Linearisierung des Frequenzgangs (Verfärbungen!) ist nicht nötig (hängt natürlich immer auch vom Gehäuse und der Aufstellung ab), das Phasenverhalten ist hervorragend (durchhörbare, saubere Mitten. Insbesondere wichtig für Stimmwiedergabe und bei Klassik).

Interessant ist bei den Jordan-Chassis die besondere Membrankonstruktion, die zwar die nötige Steifheit für die Tieftonwidergabe hat, aber auch flexibel genug ist, nur partiell zu schwingen um einen klaren und impulstreuen Hochton zu produzieren (geht ein wenig in Richtung Manger-Wandler). Durch die niedrige, aber nicht extreme Gesamtgüte (Qts = 0,4) ist das Chassis in einer Vielzahl von Gehäusekonstruktionen (Horn, Bassreflex, Transmissionline) einsetzbar.

So, und nun habe ich wieder ein Dilemma: Baue ich ein Horn oder doch wieder eine (zwar kleine) Transmissionline damit? Beide Designs sind ohne weiteres möglich (VTL nach Jordan könnte fertig so aussehen, oder ein Horn wie dieses) und haben spezifische Vor- und Nachteile …

Jedenfalls bin ich mir recht sicher, dass es nun etwas mit dem JX92S geben wird. Nomen est omen — irgendwie muß das doch ein Zeichen sein: E. J. Jordan, oder?

Na, ich werde mir das alles im anstehenden Urlaub schön durch den Kopf gehen lassen. Zum Jahresende möchte ich dann die Früchte der Arbeit genießen können …

Legenden

Mittwoch, Juli 26th, 2006

War mal wieder in Nideggen zum klettern. Erst hab ich an der Effelsley (Topo Effels) mein relativ neues Ropeman II endlich mal ausprobiert. D.h. Selbstsicherung mit einer kleinen Steigklemme. Dass ich ziemlich heftig geschwitzt habe, hat wohl nicht nur mit der Wärme und Anstrengung zu tun gehabt …

Dann streunte mir Hans Diefenbach, kurz “Diefes”, über den Weg. Wir verabredeten noch etwas zusammen an der Aachener und der Obstwand zu klettern. Ich kenne diese lebende Legende (zumindest für die Gegend) schon lange, und auch wenn er schon hart auf die 70 zugeht, ist er nach wie vor ein kompetenter wie angenehmer Kletterpartner.

Diefes -- Hans Diefenbach

Hans Diefenbach war eine zeitlang Wegbegleiter des unbestreitbar legendären Wolfgang Güllich und Herausgeber des ersten deutschen Klettermagazins Boulder, das ebenso legendär zu nennen ist.

Und selbst wenn Diefes selber keine Legende ist, ein Original ist er allemal. Er ist ein  Literaturliebhaber und Lebenskünstler par excellence — man könnte sagen: im Grunde ein Taugenichts — mit Immatikulation für das 92. Semester (geschätzt) ;-). Aber ein netter, mit dem man sich neben dem — oder gar beim — klettern außerordentlich gepflegt und auch persönlich unterhalten kann.

Die heutigen Themen waren u.a. Legenden und alte Zeiten (unvermeidbar), hübsche junge Frauen und deren ungemeine Attraktivität (unvermeidbar), die Problemkreise älterer Mann/junge Frau sowie sexuell aktiver älterer Mann/sexuell desinteressierte ältere Frau (anscheinend ebenso unvermeidbar), die Ethik heutiger junger Menschen (welche?), die Anthroposophie Rudolf Steiners und deren nazistische Tendenzen in der heutigen Waldorf-Pädagogik. Kurz: ein bunter Abend :-)

Ach ja: Was hindert eigentlich Diefes, aus dem Kaff Königswinter wegzuziehen? Seine 14.000 Bücher (kein Quatsch!).

Natürlich wären wir keine Kletterer wenn wir nicht geklettert wären:

Diefes beim Abbauen
Hier macht sich Diefes nicht etwa zum Affen, sondern er nutzt geschickt einen Baum beim Abbauen der überhängenden Route “Monsterbond (7/7+)” …

Nach einem weiteren längeren Palaver hab ich dann mein Zeug gepackt und bin im Dunkeln zum Auto zurückgestolpert wobei mir noch dieses stimmungsvolle Bild des Rurtals gelang :-))
Rurtal ?

Im Namen der Hitze

Donnerstag, Juli 20th, 2006

Zur wenigstens leichten Linderung sollen jetzt die südseitig vorgehängten Stoffe beitragen — natürlich außen, damit auch der Strahlungsumsatz und damit die Wärmeentwicklung draußen stattfindet:

Verdunkelung
Macht auch ein ganz heimeliges Licht … ;-)

Abends bin ich dann noch eine lang aufgeschobene Reparatur angegangen: meine vor knapp 20 Jahren von mir selbst gebaute Kühlkiste für Campingurlaube bekommt eine Aufarbeitung. Dass sie es verdient ist lange keine Frage mehr, mit ihren 5 cm starken Styroporwänden und der Birkenmultiplexhülle ist das Ding vom kühlhalten nach wie vor konkurrenzlos und ein hübsches Campingmöbel dazu — außerdem wächst einem sowas mit den Jahren ja ans Herz …

Trickreiche Reparatur

Etliche kleine Risse im Deckel werden geklebt, neue Griffe und endlich auch Füße angebracht und das ganze mit wasserdichtem Bootslack neu lackiert. Im Bild sieht man eine ziemlich improvisierte Konstruktion zum Anpressen der Füße (jetzt oben) mit Wasser gefülltem 20 L Eimer und Gartenstühlen zur Aufnahme der Scherkräfte (sonst würde alles verrutschen auf dem Holzleim-Gleitfilm). Unten eine straffe Schnur, die durch unterlegte Holzdübel entsprechenden Druck auf die seitlich klebenden Griffe ausübt (hab ich mir von Schreinern abgeschaut, z.B. beim Leimen von Bilderrahmen üblich).

Hoffentlich bleibt’s trocken diese Nacht, aber das heutige Gewitter ist schon durch …

37 °Celsius, Wasserkühlung

Mittwoch, Juli 19th, 2006

Mit dem Fahrrad 13 km nach Hause. Erstmal Haare und T-Shirt nass machen. Vorher, dabei und nachher.

Wasserkühlung

Puh, ich bin geschafft …