Archive for Mai, 2006

Escalade à Fontainebleau

Freitag, Mai 26th, 2006

… ist der Arbeitstitel für dieses Weekend, wie auch der Franzmann hier sagt und der des gezeigten Boulderführers. to boulder = klettern in Absprunghöhe — manchmal auch höher, dann aber lieber ohne Absprung …

Ich fand, 3 Tage Arbeit sind erstmal genug — Zeit für einen Kurz-Urlaub. Hier pisst es zwar grad aber bestimmt weniger als in good (?) old Germany. Naja, manche kleinen Probleme muss man eben aussitzen, wie der Wirsing schon sagte.

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Aber egal, die Grilladen sind fertig, der Bölkstoff reicht spielend und das Kind hat sich schon den hiesigen Gepflogenheiten angepasst, was heißt, dass er sich der Enge seiner Schlafkabine nicht ganz ohne Widerstand der anderen Weltbesten (Insider) schon wieder entledigt hat, um sich dem tobenden Nachwuchsmob anzuschließen …

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Wie üblich regiert das Chaos und die babylonische Sprachverwirrung — somit ist alles im grünen Bereich.

Cheerio!

Wieder zu haus

Samstag, Mai 20th, 2006

Die Zugfahrt zurück bekam dann noch eine kleine Low-budget Pointe: als ich gerade dabei war, mir am Automaten meine Fahrkarte zusammenzuklicken, wurde ich gefragt, ob ich nicht Mitreisender auf einem Schönes-Wochenende-Ticket sein will. Er müsse bis Köln, das würde doch passen und mich die Hälfte des sonst zu bezahlenden Preises kosten. Ich willigte ein, worauf mich der kleine Mann zu warten bat direkt wieder verschwand, die anderen Automaten abzuklappern … schließlich waren wir zu fünft und das Ticket voll ausgereizt. 3 min reichten gerade noch den schon wartenden Zug zu erreichen. Unser “Schlepper” kassierte mich und meine Mitreisenden ab und  widmete sich seiner Zeitungslektüre.

Das nenn’ ich clever.

Zu hause wollte mein Sohn die wildesten Geschichten hören, vor allem die Geräusche der wilden Tiere bei Nacht — ich gab mein bestes ;-). Nachdem er meine komische Blase gesehen hatte, meinte er ich dürfe damit aber nicht mit in sein Bett (beim ins Bett bringen lege ich mich immer kurz dazu und erzähle noch eine kleine Geschichte); schließlich bekam ich sein ok als ich mir eine Socke übergezogen hatte …

Fortsetzung 6. Etappe

Samstag, Mai 20th, 2006

Erst unten lesen, Text wurde abgeschnitten

[…] das erst 4 Jahre vorher vom geliebten Großvater gestiftete Fahrrad landete auf dem Schrott und das Abitur wurde trotzdem fast sehr gut bestanden.

Nun, 23 Jahre später, bin ich zum ersten Mal wieder in Koblenz und die Stadt ist mir kein Deut sympathischer — sie bemüht sich aber auch nicht für so einen dahergelaufenen wie mich: es regnet.

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Ausnehmen möchte ich da nur das Café, in dem ich grad sitze und zur Verwunderung der Bedienung schon seit einer Stunde die Tasten meines Handys drücke, denn es gibt eine leckere Latte und direkt neben der bequemsten Ecke des roten Ledersofas eine Steckdose extra für leere Wanderer-Handys …

6. Etappe und Ende

Samstag, Mai 20th, 2006

Lahnstein–Koblenz

Abgesen von der Klamm, die ich ja gestern schon raufgekommen bin, gibt es nach einer Woche interessanter Wanderei nichts allzu bemerkenswertes zu berichten.

Die langsam vermodernde Holzkonstruktion des Aussichtsturms bietet bei trübem Wetter nur unlohnende Blicke auf Koblenz und die waldigen Hänge. Um den Turm verstreut die Überreste eines nächtlichen Gelages, der Wegweiser an der nächsten Kreuzung dem Vandalismus zum Opfer gefallen — mein Gefühl von gestern, Lahnstein entfliehen zu wollen, kommt wieder hoch …

Insgesamt scheint man sich hier weniger Mühe mit dem Rheinsteig gegeben zu haben: an keiner Stelle gibt es eine Informationstafel, die über etwas naturkundliches oder kulturhistorisches berichtet. Der Weg ist durchmarkiert — und fertig.

Bleibt etwas Zeit zu denken … habe ich irgendwie nicht soviel wie ich gedacht hatte — mehr gehorcht, gesehen und gerochen. Vielleicht ist eine Woche auch viel zu kurz um so etwas wie “innere Einkehr” zu erleben, vielleicht die Eindrücke zu vielfältig …

Irgendwie habe ich das Gefühl etwas an meiner Arbeitssituation ändern zu wollen; und die Bedeutung meines Sohnes und meiner Frau für mich ist mir deutlicher geworden — ich freue mich sehr, beide heute wiederzusehen.

Mit solchen Gedanken und Berichts-Fetzen für das Blog im Kopf bin ich schon nach 3 h am Ende meiner Reise zu Fuß.

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Den Rheinsteig verlasse ich mit Blick auf die Festung Ehrenbreitstein, dort wo für mich schon einmal eine Reise endete — allerdings abrupt durch einen Unfall. Damals hatten mein bester Freund und ich uns auf dem Rad ins Schwabenland aufgemacht für eine zweiwöchige Vorbereitung auf das Abi. Am Beginn der dritten Etappe hat mich dann ein BMW breitseitig erwischt. Wie durch ein Wunder blieben die Knochen heil,
[…]Nachr.gekürzt

Lahnstein und Ruppertsklamm

Freitag, Mai 19th, 2006

Tja, Lahnstein … ich tue der Stadt sicher unrecht, aber ich kam mir vor wie am Treffpunkt der Verkehrknotenpunkte — nach einer Woche Landschaft in hohen Dosen ziemlich abtörnend.

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Burg Lahneck in malerischer Lage *hüstel*

Bei meinen fluchtartigen Verlassen der Stadt kam ich dann aber noch an einem beschaulichen Jacht(?)hafen vorbei.

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Am Biergarten (Schleusenstube oder so) kurz dahinter kam ich dann aber nicht vorbei zumal auch mein Wasservorrat noch dringendem Nachtankens bedurfte ….

Solcherart beschwingt ging es hinein in die Klamm, natürlich nicht ohne vorher noch 600m lang an einer Autostraße (!) Abgase schnüffeln zu müssen :-(

Die Ruppertsklamm ist schlicht großartig.

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Mal geht es links vom Bächlein, mal rechts, mal hindurch, dann auf Felssimsen etwas darüber und öfter mit Seilversicherung, die spätestens bei Nässe durchaus angebracht ist … wobei man das mit einem geländegängigen 5jährigen sicher auch machen kann. Jedenfalls der wahrscheinlich kurzweiligste Aufstieg des Rheinsteigs.

Die Hütte oben scheint trutzig den Ausgang der Klamm zu bewachen und wirkt in ihrer düsteren Massigkeit nicht gerade einladend.

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Die Ausstattung ist allerdings hervorragend: Kamine innen und außen, Grillstelle und Veranda. Komisch, dass ich hier ganz allein bin. Ich komme bestimmt nochmal hierher …

nächste Woche mehr Bilder von der Klamm